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InfraTech Innovationspreis: mit BASF neue Wege gehen!

InfraTech Innovationspreis: mit BASF neue Wege gehen!

Interview mit Sebastian Miesem, Senior Technical Marketing Manager Asphalt Performance, BASF

 

Statistisch werden in Deutschland jährlich ca. 3% der Straßen erneuert, daraus resultiert eine theoretische Nutzungsdauer von 33 Jahren. Mit heutiger Technik ist dies nicht zu erzielen. Dadurch wird in Zukunft der Erhaltungsstau im Straßennetz deutlich zunehmen. Im Zuge der notwendigen Ressourceneinsparung, der Verfügbarkeit von Rohstoffen und der Möglichkeit mit dem Baustoff Asphalt dem Kreislaufwirtschaftsgesetz nachzukommen, wird der Einsatz von Altasphalt zwangsläufig an Bedeutung zunehmen. Bei Nutzung von gebrauchsfertigem polymermodifiziertem Frischbitumen ergibt sich jedoch automatisch eine Reduktion der Quote an frischem Polymer im finalen Mix. BASF ist es gelungen diesem Problem mit einer neuen Technologie entgegen zu wirken. Butonal® 5126 ist ein umweltfreundlicher Polymerlatex auf Styrol-Butadien-Basis, der für die Modifikation von Heißmischasphalt entwickelt wurde und als wässrige Dispersion direkt an der Asphaltmischanlage zugegeben werden kann.

 

Herr Miesem, könnten Sie Ihre Innovation kurz vorstellen?

Sebastian Miesem: Für unsere Produktentwicklung haben wir uns mit  verschiedenen Aspekten beschäftigt die ineinander greifen um neue Lösungsansätze zu finden. Die BASF Asphalt Performance wurde in 2018 gestartet ohne Produkt. In den ersten Jahren haben wir alle Konferenzen weltweit besucht um die Bedürfnisse der Kunden und im Straßenbau zu identifizieren. Mit diesem Wissen haben wir dann angefangen Lösungen zu entwickeln welche markt- und zukunftsorientiert sind. Voraussetzung war für die BASF um kein Me too Produkt zu entwickeln sondern einen komplett neuen Lösungsansatz anzubieten. Eines davon ist Bitunal 5126.

 

Was sind die Vorteile von Ihrem neuen Produkt?

Unsere Innovation hat verschiedene Vorteile: Im Asphaltmischwerk kann sehr flexibel, zielgerichtet und für jede Maßnahme genau abgestimmt eine Polymerdosierung hinzugefügt werden. Durch Raffinerieschließungen wir die Qualität und die Verfügbarkeit von fossilem Bindemittel Bitumen signifikant sinken. Was BASF anbietet ist eine wässrige Polymerdispersion, diese ist toxikologisch unbedenklich und somit bedarf es keiner extra Schulung der Mitarbeiter im Asphaltmischwerk. Diese Polymerdispersion kann in jedes beliebige Straßenbaubitumen eingemischt werden. Mit dieser Flexibilität können wir allen Anforderungen jeglicher Straßensituationen (Kreuzungen vs. normaler Verkehr) individuell gerecht werden. Mit gebrauchsfertigen Gemischen ist dies nicht möglich. Zudem wird Altasphalt gemäß Kreislaufwirtschaftsgesetz recycelt und somit wird der Anteil von Altasphalt weiter erhöht. Auch hier ist die flexible Direktdosierung von Polymeren klar von Vorteil. Zum anderen wird die Langlebigkeit der Straße um mindestens 20% erhöht, Asphalt wird um ca. 10% günstiger und es werden erforderliche CO2 Einsparungen möglich.

 

Sie erwähnten, dass seit 2018 das Team aufgebaut wurde, seit wann ist das Produkt am Markt?

In 2021 hatten wir den ersten Produktlaunch und haben mittlerweile fünf Teststrecken weltweit realisiert. Uns hat hier sehr positiv gestimmt, dass das Produkt weltweit funktioniert auch die Resultate der Asphalt Performance Tests uns hier Recht geben.

 

Gab es bei den Teststrecken in der Praxis noch unerwartete Herausforderungen?

Es ist so, dass man natürlich schauen muss wie die Gegebenheiten vor Ort sind. Jedes Asphaltmischwerk ist unterschiedlich konzipiert. Man muss sich im Vorfeld damit auseinandersetzen und dann individuell schauen wie die Lösung beim Kunden ausschaut. Das Grundprodukt ist stabil und wetterbeständig.

 

Wie sieht im Vergleich zum globalen Markt für NRW aus?

In Deutschland haben wir bereits eine Bundesstraße gebaut mit 10.000 m² letztes Jahr im Herbst. Dieses Jahr wird in einer großen Stadt in NRW ein weiteres Pilotprojekt durchgeführt.

 

Wie plant die BASF sein Produkt während der InfraTech vorzustellen?

Wir haben das Thema "aus alt mach neu", also Upcycling, für unseren Stand ausgewählt und haben hier verschiedene Ideen zur Produktpräsentation entwickelt. Es wird also spannend und es ist noch eine Überraschung. Wir freuen uns schon auf die Gespräche mit den Besuchern während der InfraTech!

 

Zum Abschluss: warum solltet die BASF den InfraTech Innovationspreis gewinnen?

Ich würde behaupten, dass es kein anderes innovatives Produkt gibt, was so viele Vorteile bietet. Aus unserer Sicht ist dies absolut einzigartig! Wir haben einen Lösungsansatz entwickelt der viele Bedürfnisse abdeckt: European Green Deal, CO2 Einsparungen, Flexibilität, mindestens 10% günstiger als der klassische Polymermodifizierte Asphalt von heute, was wiederum attraktiv ist für die Auftraggeber. Es entstehen weniger Baustellen durch eine 20% längere Lebensdauer das Asphalts. Gerade dies ist ein riesiger Vorteil für den Standort NRW.

 

Mehr Informationen zur Innovation sowie ein interessantes Video finden Sie auf www.infratech.de sowie auf www.basfasphalt.com.

 






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