Der InfraTech Innovationspreis 2026 geht an RPBL mit BALASTAN®
.jpg)
Nominierte Unternehmen: Hochtief-Tochter Edgital aus Essen und Birco aus Baden-Baden
Ein innovativer Naturbaustoff aus der Eifel, der aus Basaltgestein und vulkanischen Spezialsanden hergestellt wird, hat am Mittwoch den Innovationspreis auf Deutschlands größter Infrastrukturmesse InfraTech gewonnen. Der Baustoff ist so stabil, dass auf ihm Lkw fahren können, gleichzeitig lässt er Wasser komplett durchsickern. Erste Städte setzen den Wegbelag schon für kommunale Oberflächen ein.
35 Unternehmen hatten ihre Innovationen beim Ausrichter des Preises, dem Institut für Unterirdische Infrastruktur (IKT) in Gelsenkirchen, eingereicht. "Wir hatten es mit fantastischen Unternehmerleistungen zu tun", betonte IKT-Direktor Roland Waniek bei der Preisverleihung in Essen. "Unternehmen packen die Infrastrukturprobleme unseres Landes an."
Jury-Vorsitzender Dr. Serdar Ulutas, Leiter des Bereichs Warentests beim IKT, lobte die Einreichungen, weil sie nicht nur innovativ, sondern auch in der Praxis anwendbar sind und einen echten Mehrwert bieten. Sieger des Innovationswettbewerbes wurden die Rheinischen Provinzial Basalt- und Lavawerke (RPBL) mit Sitz in Sinzig. Das Unternehmen hat den neuen Klimabaustoff Balastan aus Eifel-Lava entwickelt. Der Baustoff aus Naturmaterial kombiniert eine hohe Tragfähigkeit mit außergewöhnlicher Wasserdurchlässigkeit ohne chemische Zusatzstoffe und mit sehr geringer CO₂-Bilanz. Das Material aus Lava ist ideal für wasserdurchlässige Wege, Plätze und Parkflächen sowie für eine klimaangepasste Stadtentwicklung, rühmte die Jury. Sogar mit schweren Lkw lässt sich der Baustoff befahren. Unternehmenschef Thomas Blau und die Baustoff-Erfinderin Anja Schmidt nahmen den Innovationspreis in Essen entgegen.
Von den 35 Einreichungen wurden von der Jury drei Vorschläge für den Preis nominiert. In die engere Wahl kamen neben dem Preisträger auch die Hochtief-Tochter Edgital aus Essen und das Unternehmen Birco aus Baden-Baden. Edgital hat ein Bildanalyse-System entwickelt, das Aufnahmen von Straßenoberflächen automatisch auf ihren Zustand analysiert. Die Aufnahmen werden beispielsweise von Müllfahrzeugen aufgezeichnet, die sowieso unterwegs sind. Durch die Analyse der Aufnahmen per KI können Straßenschäden schon früher entdeckt und damit leichter und kostengünstiger beseitigt werden.
Ebenfalls nominiert war das Wasser-Managementsystem Rainmesh von Birco. Oberflächenwasser etwa von großen Siedlungen wird bei diesem Konzept nicht in den Kanal geleitet, sondern von den Oberflächen aufgenommen und in dezentrale Speicher weitergeleitet. So werden Überflutungen reduziert, das gespeicherte Wasser kann zudem für Bewässerungen in Trockenzeiten genutzt werden.






































