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Bochum, Herne und Detmold mit Klimapreis ausgezeichnet

Bochum, Herne und Detmold mit Klimapreis ausgezeichnet

Drei Projekte, die besonders sparsam mit Wasser umgehen

Die Städte Bochum, Herne und Detmold sind für besonders ressourcen- und wassersparende Projekte auf der Messe InfraTech in Essen mit dem Preis für Grün.Blaue Infrastruktur 2026 ausgezeichnet worden.

Der erstmals ausgelobte Preis will innovative und zukunftsweisende Projekte würdigen, die auf kreative Weise Natur und Wasser in städtische Planungen integrieren. Ausgelobt wurde der Preis von der Emscher-Genossenschaft, der Zukunftsinitiative Klima.Werk, den Architekten- und Ingenieur-Vereinigungen bdla und BWK, der Initiative Baukunst NRW, den Wasserwirtschaftsverbänden DWA und Lineg sowie der Akademie des Landschaftsbauers Knappmann.

Die Stadt Bochum erhielt den Preis für das Entwässerungskonzept des neuen, 43 Hektar großen Wohngebiets Ostpark mit 1300 Wohneinheiten. In Bochum wurde das sogenannte Schwammstadtkonzept verwirklicht. Oberflächenwasser wird nicht über einen Kanal abgeleitet, sondern im Ostpark auf Retentionsflächen und in Entwässerungsgräben aufgefangen und kann versickern. Dazu kommen Gründächer und ein Fließgewässer, das sich durch das gesamte Wohngebiet zieht und bei Starkregen Wasser aufnehmen kann.

In Herne-Eickel prämierte die Jury das Entsiegelungskonzept für den Marktplatz im Stadtteil Röhlinghausen. Der rund 2500 Quadratmeter große Platz ist derzeit fast komplett versiegelt und heizt sich im Sommer extrem stark auf. In diesem Jahr wird der Platz entsiegelt und begrünt. Das Oberflächenwasser wird in einem Rigolensystem und Wassergräben gespeichert und steht den zwölf neuen Bäumen und Grünanlagen zur Verfügung. Zudem werden Mulden angelegt, in denen Regenwasser aufgefangen wird und langsam versickern und verdunsten kann, was im Sommer für Abkühlung sorgt.

Ebenfalls ausgezeichnet wurde die Stadt Detmold für die Umgestaltung des bestehenden historischen Schlossplatzes. Der dort bestehende Park wird behutsam weiterentwickelt, dabei aber in Sachen Wasser auf den neuesten Stand gebracht. Während an der Oberfläche historische Sichtachsen und die verloren gegangene Esplanade rekonstruiert werden, werden im Untergrund ein großflächiges Rigolensystem und Zisternen gebaut. Sie dienen der Speicherung des Wassers und der Versorgung der bestehenden und der 22 neuen Bäume.

Axel Mörer






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