Innovationspreis für ersten Betonstein, der Wasser speichert

Gewinner Innovationspreis 2024

Weltneuheit auf der InfraTech: Stein kann im Sommer Städte durch Verdunstung kühlen

 

Mit dem Innovationspreis der Infrastrukturmesse InfraTech hat NRW-Umweltstaatssekretär Viktor Haase den neuartigen Betonstein der Firma Godelmann aus der Nähe von Nürnberg ausgezeichnet. Der Klimastein ist eine Weltneuheit: Der Pflasterstein kann Wasser speichern und in Wärmeperioden wieder abgeben und damit die Umgebungstemperatur in Städten senken. Er hat die Verdunstungsleistung einer Wiese.

 

Die starke Erwärmung verdichteter Städte vor allem im Sommer will der mittelständische Betonsteinhersteller aus der Oberpfalz mit seinem neu entwickelten Klimastein lindern. Der Pflasterstein bietet die Verdunstungsleistung einer Wiese und ermöglicht damit besonders in heißen Sommern eine fühlbare Abkühlung. "Mit dem Pflasterstein erhalten befestigte Flächen im öffentlichen Raum und im privaten Umfeld klimapositive Eigenschaften, die bislang undenkbar erschienen", verspricht Geschäftsführer Bernhard Godelmann.

 

Der Pflasterschein besteht aus drei Schichten. Die oberste Schicht, über die Passanten laufen, reflektiert die Wärmestrahlung und kann zugleich Oberflächenwasser filtern und sie in eine darunter liegende Speicherschicht leiten. Dank seiner offenporigen Gestaltung kann der Stein wie ein Schwamm große Mengen Regenwasser aufnehmen und wieder abgeben. Die feinporige dritte Schicht mit Kapillaren ist weniger durchlässig und hält das Wasser im Stein, so dass mehr Feuchtigkeit an die Luft abgegeben werden kann. Zudem ermöglichen die Kapillare, dass der Stein Feuchtigkeit auch aus dem Erdreich aufnehmen und verdunsten kann. "Der natürliche Wasserkreislauf bleibt mit dem Einsatz des Klimasteins weitestgehend erhalten", so Geschäftsführer Godelmann. Nach seinen Angaben kann der Stein 52 Prozent des durchschnittlichen Niederschlags speichern und wieder abgeben.

 

Der InfraTech-Innovationspreis wurde 2024 bereits zum fünften Mal vergeben. 2016 wurde er von Rotterdam Ahoy, dem Veranstalter der InfraTech, ins Leben gerufen. Seit 2018 lobt ihn das das IKT Institut für unterirdische Infrastruktur in Gelsenkirchen aus. IKT-Direktor Roland Waniek betonte, dass die Städte auf solche Innovationen angewiesen seien, um die Klimafolgen besser bewältigen zu können. Dabei seien Neuentwicklungen besonders wichtig, die im Bestand eingesetzt werden können.

 

Auf der InfraTech werden noch bis Donnerstag zahlreiche solche Neuentwicklungen präsentiert, beispielsweise Bodenbeläge und Abwassersysteme, die Wasser bei Starkregenereignissen zwischenspeichern und langsam an den Untergrund abgeben können.

 

www.infratech.de

 






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